OPTICAL-Figurenbühne

Seit 1975 arbeiten Crista Oeffler-Wöller und Bernhard Wöller hauptberuflich als Puppenspieler. Im Jahre 1970 wurde das OPTICAL-Figurentheater gegründet. Crista hat Kunsterziehung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studiert. Bernhard hat ein abgeschlossenes Studium als Diplom-Bauingenieur. Er steigt aber schon während des Studiums als Bühnentechniker ein. Eine Premiere folgt der anderen. Sie geben Auslandsgastspiele und leiten von 1983 bis 1994 Studienreisen in die Sowjetunion.

Im Jahre 1977 erwarben sie das Haus in der Spitalhofstr. 18 B (li.). Die angebaute Werkstatt wurde zum Atelier umgestaltet und die Gebäude im Laufe der Zeit renoviert bzw. begrünt (re.).

"OPTICAL - 25 Jahre OPTICAL-Figurenbühne in Bildern und Berichten"

Vorwort zum Jubiläumsbuch
Bernhard Wöller und Crista Oeffler-Wöller sind die Optical-Figurenbühne. Gerät man „unvorbereitet" in ihre „Silver Show" oder in die „Blue Light Show", kommt man nicht so leicht auf die Idee, daß man im Puppentheater ist. In vielen ihrer Programme bringen sie
Elemente, die nicht zum klassischen Repertoire des Puppen- bzw. Figurentheaters gehören: Da bewegen sich geometrische Formen zu Musik und Geräuschen, vieles wird in Bildern erzählt, Sprache sparsam verwendet.


Das Schlußbild aus "Narcis und Tulipan"

Die Lust am Zuschauen wäre recht bald erschöpft, wenn nicht dieser Lichtzauber hinzukäme, auf den am besten ein Wort früherer Jahre zu passen scheint: „psychedelisch". Auch das könnte nur geringe Zeit fesseln, wenn nicht . . .
Was passiert da eigentlich ? Man gerät leicht ins Träumen, schreckt auf und sieht etwas, das man schon kennt. Assoziationsketten kommen in Gang, neue Filme spulen ab. Die Wahrnehmung pendelt hin und her zwischen innerer Empfindung und der Ebene des Verstandes. So ähnlich ist es mir ergangen als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal die "Silver Show" sah.

„Und wie hat es Dir gefallen ?" fragte ich meine Freundin hinterher. „Ich finde, das ist total erotisch." - „ Wie bitte ? ... naja, da ist schon was dran, aber ich würde es nicht so ausdrücken."

Für mich sind wichtige Hinweise auf gutes Theater,

- wenn der Intellekt auf neue, ungewohnte Art angeregt wird,
- wenn das Spiel fähig ist zu bezaubern und
- wenn es bei den Zuschauern unterschiedliche Empfindungen auslöst, die zu neuen Bildern und Taten animieren.

Davon ist bei OPTICAL viel zu finden. Bernhard und Crista sind als Figurentheatermacher ein ideales Gespann. Als Ehepaar und Arbeitsteam sind sie „unschlagbar", denn sie bringen alles mit, was für diesen Beruf erforderlich ist : Die Kreativität der Künstler, die Findigkeit von Technikern und Tüftlern, Präsenz, Standhaftigkeit und Zuverlässigkeit guter Handwerksmeister und ein Stück Zauberei im Gewand aus schwarzem Samt.


"Die Moritat vom Paradies " - eine 15-min.-Nummer in der Technik des Schwarzen Theaters

Mit diesem Buch legen die OPTICALS eine Dokumentation ihres Schaffens aus fünfundzwanzig Jahren Bühnenarbeit vor - Schaffen in der Bedeutung von „erschaffen", aber auch von „schaffe-schaffe", denn ein großer Teil ist handwerkliches Können, ist Ausdauer
und Fleiß. Für mich ist dieses Werk ein Blätter-, Schau- und Lesebuch, bei dem mir das schöne unterhaltsame Spiel in den Sinn kommt „Was wäre, wenn. .." Also, wenn ich zwanzig wär und würde den beiden begegnen - ich wollte auch so was werden.

OPTICAL ist nicht nur ein Bühnenname, es ist eine Lebenseinstellung. Der Begriff steht für den Beruf, den sich die beiden „auf den Leib geschneidert" haben und den es damit nur ein einziges mal gibt. Sie füllen ihn aus als Berufung und gehen damit einen Weg
im Sinne von „Werde, was du bist, und wachse über dich hinaus."

Wilfried Nold, Frankfurt/M., Juni 1996

Das Repertoire der Figurenbühne

Für Kinder ab 3 Jahren sind drei besonders fröhliche Stücke:

  • „Stips bei Opa Staps"
    ein Spiel ums Verkleiden, Verwandeln und Wünschen mit vielen Kinderliedern
  • „Tiere, Teddys und mein Stips"
    ein neuer Besuch von Stips bei Opa Staps, mit Tierfiguren und ein wenig Zauberei

Für Kinder ab 4 Jahren sind die Märchen:

  • „Die Silberprinzessin"
    eine phantastische Märchenpantomime, gespielt mit Marionetten in der Technik des Schwarzen Theaters, mit viel Musik
  • „Aschenputtel"
    das Märchen der Brüder Grimm, gespielt mit Tischfiguren, mit viel Sprache und ein wenig Musik
  • „Das tapfere Schneiderlein"
    dieses Märchen der Brüder Grimm ist das Lieblingsmärchen vieler Kinder
  • „Die kleine Seejungfrau"
    das wunderschöne Märchen von Hans-Christian Andersen, inszeniert mit einem aufwendigen Bühnenbild und eigens dafür komponierter Musik

Für Kinder ab 5 Jahren:

  • „Narcis und Tulipan"
    ein Spiel über Habgier und Macht, über die Zerstörung der Natur und die Selbstzerstörung des Menschen.
    Trotzdem ist es märchenhaftes Theater mit viel Poesie. Eine Anregung zum Nachdenken.

Für Jugendliche und Erwachsene:

  • „Boddy"
    Optisches Spektakel mit Farben, Formen und Figuren
  • Die Moritat vom Paradies"
    Lustiges altbayerisches Lied über die Schöpfungsgeschichte.
  • „Feuerwerk"
    Schwarzes Theater in Perfektion
  • „Die Wandlungen des Herrn N."
    ein Beitrag zum Thema „Der Mensch und seine Umwelt"

Für Galas und Bunte Abende haben wir eine 15-Minuten-Show in der Technik des Schwarzen Theaters:

  • „Die Moritat vom Paradies"
    ein altbayerisches, humorvolles Lied von Carl Orff
Die OPTICAL-Figurenbühne ist ein Tournee-Theater. Sie reisen also zu jedem Veranstalter, der ein Publikum, einen geeigneten Saal und ein bißchen Geld zur Verfügung hat.

Kontakt und weitere Infos

OPTICAL-Figurenbühne Oeffler-Wöller
Spitalhofstr. 18 B
70437 Stuttgart-Zazenhausen
Tel. 0711 - 84 77 84
Mitgliedseite beim Verband Deutscher Puppentheater e. V.
ff-Theaterbedarf Bernhard Wöller:
www.theaterbedarf.com

Stand: 02.2015 

  Homepage Aktualisieren Drucken Hoch